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/Secession Podcast Artists: Mimi Ọnụọha im Gespräch mit Jeanette Pacher

Was können wir in einem Zeitalter der Hyper­visibilität eigentlich noch über uns selbst und unsere Geschichten wissen, wenn Algorithmen und gesellschaftliche Strukturen nicht nur bestimmen, was wahrgenommen wird, sondern auch, was in die Unsichtbarkeit oder Bedeutungslosigkeit abgedrängt wird?

Am Nachmittag des 28. November 2025 sprach Mimi Ọnụọha über ihre Ausstellung Soft Zeros: darüber, was sie über das Sammeln und Organisieren von Daten gelernt hat, über das System des Convict Leasing und die Auswirkungen, die es insbesondere auf Schwarze Leben in den USA hatte und hat, sowie über kollektives Vergessen und Verdrängung – Erkenntnisse aus einer zweijährigen Forschungsphase und aus dem Entstehungsprozess der neuen Werke, die in der Ausstellung präsentiert werden.

 

Mimi Ọnụọha

Soft Zeros

29.11.2025 – 22.2.2026

 

In Soft Zeros untersucht Mimi Ọnụọha die Unzuverlässigkeit von Archiven und die Instabilität von Wissen und erforscht, wie Abwesenheit und Schweigen geprägt von algorithmischer Voreingenommenheit, historischem Verdrängen und kollektivem Vergessen bedeutsam werden. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf das, was nicht gesammelt, erfragt, zugelassen oder dargestellt wurde. Mehr erfahren

 

Die Arbeiten der nigerianisch-amerikanischen Künstlerin Mimi Ọnụọha werfen ein kritisches Schlaglicht auf die widersprüchlichen Logiken technologischen Fortschritts. Mit Prints, Codes, Daten, Videos, Installationen und Archiven bietet Ọnụọha neue Orientierungspunkte für ein Verständnis der scheinbaren Leerstellen, die Arbeits-, Öko- und Beziehungssysteme bestimmen.

Ọnụọhas Werk wurde unter anderem im Whitney Museum of Art (NY, USA), im Australian Centre for Contemporary Art (AUS), in der Mao Jihong Arts Foundation (CN), bei La Gaitê Lyrique (FR), im Gropius Bau (DE), bei The Photographers Gallery (UK) and bei Atlanta Contemporary (GA, USA) gezeigt. Öffentliche Präsentationen ihrer Kunst wurden durch die Akademie der Künste Berlin (DE), das Royal College of Art (UK), die Rockefeller Foundation (NY, USA) und die Princeton University (NJ, USA) unterstützt. Arbeiten von Ọnụọha befinden sich in den Sammlungen des Victoria and Albert Museum (UK). Ọnụọha Creative Capital und Fulbright–National Geographic-Stipendiatin. Sie ist außerdem Mitbegründerin von A People’s Guide to Tech, einer von Künstler*innen geführten Organisation, die Unterrichtsmaterialien und Workshops zu aktuellen Technologien anbietet.

 

Jeanette Pacher ist seit 2007 Kuratorin an der Secession. Darüber hinaus ist sie Lehrbeauftragte in der Abteilung für Ortsbezogene Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und seit 2023 Mitglied der Jury für KÖR – Kunst im öffentlichen Raum Wien.

 

Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts.

Programmiert vom Vorstand der Secession.

 

Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard

Schnitt: Paul Macheck

Produktion: Jeanette Pacher



Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession
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