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Katherine Hubbard

The Great Room
12.6. – 30.8.2026
Katherine Hubbard, one fifty one, 2021. Courtesy der Künstlerin und Company Gallery, New York

Katherine Hubbard, one fifty one, 2021. Courtesy der Künstlerin und Company Gallery, New York

Das Werk der interdisziplinär arbeitenden Künstlerin Katherine Hubbard umfasst Fotografie, Performance und Text. Ihre Arbeiten entfalten sich an den Schnittstellen zwischen Verkörperung, Wahrnehmung und historischer Spur, wobei Fotografie nicht als bildgebende Apparatur, sondern als Ort der Begegnung fungiert. Ihre Performances und Installationen säen Zweifel an der vorgeblichen Neutralität des Sehens, indem sie die Politik des Blicks und die räumlichen Bedingungen, unter denen er stattfindet, in den Vordergrund rücken. Anstatt die Fotografie als abgeschlossenes Objekt zu behandeln, führt Hubbard sie zurück auf die Prozesse, die sie hervorbringen – Geste, Belichtung, Positionierung – und lässt diese in Echtzeit sichtbar werden. Ihr Einsatz des Körpers, oft ihres eigenen, im Verhältnis zu fotografischer Apparatur und architektonischem Raum lässt die Arbeit und die Subjektivität erkennbar werden, die in Akten des Blickens stecken. Was so entsteht, ist nicht bloß ein Bild, sondern eine choreografierte Aushandlung zwischen Betrachter*in, Sujet und Umgebung.

Ihre Anziehungskraft verdankt Hubbards Praxis dem Beharren auf Langsamkeit und Verortung. Sie widersetzt sich der extraktiven Logik der fotografischen Aufzeichnung; stattdessen wird das Objektiv zu einem relationalen Werkzeug, das Zeit, Nähe und geteilte Verantwortung erfasst. Ihre Performances veranschaulichen nicht die Fotografie, sondern inszenieren ihre epistemologischen und ethischen Verstrickungen. Die von ihr aktivierten Räume, Galerien, Brachen, Landschaften sind nie neutrales Terrain, sondern mit verdichteten Geschichten und Körpererinnerungen befrachtet. So eröffnet Hubbard die Fotografie als durchlässigen Ort, an dem Fragen von Sichtbarkeit, Queerness und räumlicher Orientierung sinnlich erfühlbar werden. Ihr Werk erkundet nicht nur, was wir sehen, sondern auch, wie wir zum Gesehenen stehen – und wie diese Verhältnisse die Bedingungen des Wissens prägen.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Studio Voltaire, London, entwickelt, wo ein weiteres Kapitel vom 7. Oktober 2026 bis 10. Jänner 2027 präsentiert wird. Im Rahmen dieser Kooperation haben die Partner*innen neue Werke der Künstlerin in Auftrag gegeben.




Künstler*innen

Katherine Hubbard

 wurde 1981 in Philadelphia, USA, geboren und lebt in Stone Ridge, NY, USA, und New York, USA.

Programmiert vom Vorstand der Secession


Kuratiert von

Bettina Spörr

Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien
Tel. +43-1-587 53 07