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Mykola Ridnyi
15.9. – 12.11.2023

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Mykola Ridnyi, Lost Baggage, 2019. 12. Kaunas Biennale, Foto © Remis Ščerbauskas

Mykola Ridnyi ist Künstler, Bildhauer, Filmemacher, Essayist und Kurator. Seine Performances, Installationen, Skulpturen und Kurzfilme reflektieren die sozialen und politischen Realitäten der heutigen Ukraine. Seine Arbeit ist medienübergreifend und reicht von frühen politischen Aktionen im öffentlichen Raum bis hin zur Verschmelzung von ortsspezifischen Installationen, Fotografie und Bewegtbildern. In seinen jüngsten Filmen experimentiert er mit nichtlinearen Montage- und Collagetechniken an der Schnittstelle zwischen Dokumentation und Fiktion. Der Einfluss der Vergangenheit auf unsere Gegenwart und die Zukunft sowie die Manipulation des historischen Gedächtnisses im Sinne zeitgenössischer politischer Agenden gehören zu seinen den Hauptthemen.

 

Ridnyi ist Gründungsmitglied der Gruppe SOSka, eines Kunstkollektivs, das seinen Ursprung in Charkiw in der Ukraine hat, und Mitherausgeber von Prostory, einem Online-Magazin über Kunst und Gesellschaft. Seine Werke werden international ausgestellt und waren u.a. auf der Venedig-Biennale, der Schule von Kiew – Kiew Biennale, in der Pinakothek der Moderne in München, der daad galerie in Berlin, auf der Transmediale in Berlin, im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, im Museum für Moderne Kunst in Warschau und in der Bonniers konsthall in Stockholm zu sehen. Er war u.a. Stipendiat der Akademie der Künste in Berlin, von Iaspis in Stockholm und Gaude Polonia in Krakau. In Österreich war Ridnyi 2021 für sechs Monate Fellow im Künstlerhaus Büchsenhausen und zuletzt im Jänner 2022 im Q21 in Wien Artist in Residence. Der Steirische Herbst 2022 zeigt eine Videoarbeit aus dem Jahr 2008, die „eine Reaktion auf den unerwarteten Angriff Russlands auf Georgien im Jahr 2008“ war. „Dieser kurze Krieg fand sechs Jahre vor der Annexion der Krim statt – und vierzehn Jahre vor der großflächigen Invasion der Ukraine. Heute erscheint er als präziser Hinweis darauf, wie der aktuelle Krieg sich zuerst in der Ferne bemerkbar machte, übertragen auf eine Sommeridylle.“

 

Mykola Ridnyi, geboren 1985 in Charkiw, Ukraine, lebt und arbeitet ebenda.




Künstler*innen
Mykola Ridnyi
Programmiert vom Vorstand der Secession

Kuratiert von
Bettina Spörr

Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien
Tel. +43-1-587 53 07