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Katherine Hubbard

The Great Room
12.6. – 30.8.2026
Katherine Hubbard, one fifty one, 2021. Courtesy der Künstlerin und Company Gallery, New York

Katherine Hubbard, one fifty one, 2021. Courtesy der Künstlerin und Company Gallery, New York

In der Ausstellung von Katherine Hubbard sehen wir Fotos.

Die Künstlerin begann mit diesen Fotos im Jahr 2020.

Das war am Anfang der Corona-Zeit.

Ihre Mutter Antonette Berger wurde zu dieser Zeit krank.

Katherine Hubbard hat sich um sie gekümmert.

Sie war die wichtigste Person für die Pflege.

Es hat lange gedauert, bis Ärztinnen und Ärzte wussten, was die Mutter hat.

Die Krankheit heißt LATE.

Das ist eine Form von Demenz.

Demenz ist eine Krankheit im Gehirn.

Menschen mit Demenz vergessen Dinge und sind oft verwirrt.

Fotos aus dem Alltag

Auf den Fotos sehen wir die Künstlerin und ihre Mutter.

Die Fotos entstanden in der Wohnung der Mutter.

Die Mutter lebte dort über 20 Jahre.

Diese Fotos zeigen kleine Momente aus dem Alltag.

Man sieht Trauer und Nähe.

Nähe heißt: Menschen fühlen sich verbunden.

Diese Arbeit ist neu für die Künstlerin.

Früher hat sie keine Menschen fotografiert.

Auf vielen Bildern ist sie selbst zu sehen.

Das ist auch eine wichtige Entscheidung.

Sie lässt ihre Mutter nicht allein im Bild.

Man sieht auch die Kamera und das Stativ.

Ein Stativ ist ein Gestell für die Kamera.

Manchmal drückt die Mutter selbst auf den Auslöser.

Der Auslöser ist der Knopf an der Kamera.

Das verändert die Rollen.

Die Mutter ist nicht nur Objekt.

Ein Objekt ist etwas, das nur betrachtet wird.

Sie ist auch aktiv.

Unruhige Bilder und viele Sichtweisen

Die Fotos wirken instabil.

Instabil heißt: unruhig.

Die Fotos zeigen oft Spiegelungen

Spiegelungen sind Bilder im Spiegel.

Dadurch wirken die Fotos verwirrend.

Sie zeigen: 

Es gibt nicht nur eine richtige Sicht.

Eine Sicht ist eine Art zu sehen.

Bilder ohne Kamera

Die Künstlerin macht auch Bilder ohne Kamera.

Das nennt man kameralose Fotografie.

Katherine Hubbard und ihre Mutter arbeiten dazu im Dunkelraum.

Ein Dunkelraum ist ein Raum ohne Licht für das Entwickeln von Fotos.

Sie legen sich direkt auf Fotopapier.

Das Papier ist ein spezielles Papier für Fotos.

Sie schmieren sich dazu mit Vaseline ein.

Vaseline ist eine fettige Creme.

Sie schützt Teile des Bildes vor dem Entwickeln.

So entstehen direkte Spuren vom Körper.

Der Große Raum

Katherine Hubbards Kunst-Projekt heißt The Great Room.

Das ist Englisch und heißt:

Der Große Raum.

Das ist der größte Raum in der Wohnung der Mutter.

Früher war der Raum schön und wichtig.

Heute ist er alt und abgewohnt. 

Die Mutter hat den Raum geteilt.

Eine Wand trennt ihn in zwei Teile.

Ein Teil ist zum Schlafen.

Ein Teil ist für übrig gebliebene Dinge.

Auch die Ausstellung ist so aufgebaut.

Es gibt Wände wie in der Wohnung.

Die Architektur ist Teil der Kunst.

Architektur heißt: die Gestaltung von Räumen.

Alles ist in Bewegung

In der Ausstellung geht es um ein Leben.

Es geht um ein Haus.

Es geht um eine Beziehung.

Alles ist in Bewegung.

Alles verändert sich.

Aber es bleibt etwas:

Menschen sehen sich.

Menschen berühren sich.

Menschen sind zusammen.

Neben der Ausstellung

Es gibt auch ein Buch zur Ausstellung. 

Man kann es hier kaufen.

Am 11. Juni 2026 haben sich Katherine Hubbard und Ulrike Müller unterhalten.

Hier kann man das Gespräch anschauen.

Zusammenarbeit und Unterstützung

Die Ausstellung wurde unterstützt von: 

Pratt Institute School of Art in New York.

Die Ausstellung entstand zusammen mit Studio Voltaire in London in Großbritannien.
Studio Voltaire ist ein Haus für Ausstellungen.
Neue Teile von Hubbards Ausstellung werden dort gezeigt:
vom 7. Oktober 2026 bis 10. Jänner 2027.




Künstler*innen

Katherine Hubbard

 wurde 1981 in Philadelphia, USA, geboren und lebt in Stone Ridge, NY, USA, und New York, USA.

Programmiert vom Vorstand der Secession


Kuratiert von

Bettina Spörr

Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien
Tel. +43-1-587 53 07