Members: Barbara Holub im Gespräch mit Rainer Fuchs
Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Diese Folge ist ein Gespräch zwischen der ehemaligen und ersten weiblichen Präsidentin der Secession Barbara Holub und dem Kurator Rainer Fuchs. Das Gespräch wurde am 13. Dezember 2022 aufgenommen.
Barbara Holub lebt und arbeitet in Wien. Nach ihrem Architekturstudium an der Technischen Universität Stuttgart entwickelte sie eine gesellschaftspolitisch engagierte Kunstpraxis, die die Rolle von Kunst in der Gesellschaft, ob im Kunstkontext, im öffentlichen Raum oder in Bezug auf Unternehmen, befragt. 2022 erschien dazu ihre Publikation Stiller Aktivismus (hrsg. Başak Şenova).
1999 gründete Barbara Holub gemeinsam mit Paul Rajakovics das Kollektiv transparadiso, das an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und urbaner Intervention agiert und die Methode des direkten Urbanismus entwickelte. Barbara Holub war von 2006 bis 2007 Präsidentin der Wiener Secession. Seit 2010 ist sie Beiratsmitglied des Art & Public Sphere Journal, seit 2013 des World Council of Peoples for the United Nations, New York und seit 2018 ist sie Jurymitglied des Innovationsfonds für Kultur im öffentlichen Raum, Stuttgart. An der Technischen Universität Wien leitete sie das künstlerische Forschungsprojekt Planning Unplanned (2010–2013). Sie ist Redaktionsmitglied von dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, Wien (seit 2002) und Partnerin des EU-Projekts SPACEX – Spatial Practices in Art and Architecture for Empathetic Exchange (2022–2025). Seit 1997 lehrt Barbara Holub an Hochschulen und Universitäten wie der UIC/ School of Art and Design, Chicago; Technischen Universität Wien/ Institut für Kunst und Gestaltung; f+f Schule für Design und Mediendesign, Zürich; sowie der Universidad Catolica, Valparaíso, Chile. Sie war Gastprofessorin an der Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie bis 2026 als Senior Lecturer tätig war. Barbara Holub wurde u.a. mit dem Forschungspreis der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen Österreichs (2022), Österreichischen Kunstpreis (2018), Otto-Wagner-Städtebaupreis (2007), Schindler-Stipendium des MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles (2004) und dem Outstanding Artist Award for Artistic Photography des österreichischen Bundeskanzleramtes (1999) ausgezeichnet.
Rainer Fuchs (geb. 1959 in Judenburg) studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Graz. Seit 1991 ist er Chefkurator im mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Vergangene Ausstellungen umfassen u.a.: Exhibition, 1994; Self Construction, 1996; Felix Gonzalez-Torres, 1998; Lois Weinberger, 1999; Öffentliche Rituale – Video/Kunst aus Polen, 2003; John Baldessari, 2005; Ryan Gander, 2006; Keren Cytter, 2007; Mind Expander, 2008; Malerei: Prozess und Expansion, 2010; Aktionsraum 1, 2011; Dan Flavin 2012, Poesie der Reduktion, 2012; Marge Monko, 2013; Raum und Wirklichkeit, 2014; Pakui Hardware, 2016, Nikita Kadan, 2017, Naturgeschichten – Spuren des Politischen, 2017; Ingeborg Strobl, 2020; Emília Rigova, 2022; On Stage, 2023. Er hat Publikationen und Vorträge zur Kunst seit der Moderne veröffentlicht.
Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts.
Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard
Schnittregie & Schnitt: Christian Lübbert
Programmiert vom Vorstand der Secession
Produziert von Christian Lübbert