Lap-See Lam
192 Wing Lok Street präsentiert eine neue Werkgruppe von Lap-See Lam, die mundgeblasene Glasarbeiten sowie Installation und Ton umfasst. Ausgehend von kollektiven und persönlichen Geschichten entfaltet sich die Ausstellung als eine Reihe materieller und narrativer Übersetzungen über Generationen und Orte hinweg.
Die Ausstellung beginnt im Foyer der Secession, wo eine großformatige Bambusskulptur die Mitte des Raums einnimmt und das Gebäude zu durchbohren scheint. Die Galerie im Untergeschoss, direkt unter dem Haupteingangsbereich, wird von einem Kronleuchter beleuchtet, der an Wurzelwerk erinnert, während Mandarinen in den Ecken des Raums verstreut liegen. Der Ausstellungstitel verweist auf eine Straße in Hongkong, in der die Künstlerin Bambusgerüste dokumentierte, wie sie üblicherweise im Bau verwendet werden. Dieselbe Straße spielt auch eine Rolle in ihrer Familiengeschichte: Ihre Großmutter arbeitete dort einst als Obstverkäuferin.
Die ausgestellten Werke spielen auf diese Gerüstkonstruktionen an: Nun sind sie isoliert, umgestaltet, überarbeitet und auf polierten verspiegelten Flächen platziert, die ihre Umgebung zurückwerfen. Ein Werk, das echten Bambus und Glas kombiniert, hängt direkt an der Wand und verweist deutlich auf die materielle Grundlage und den symbolischen Wert dieser beiden Elemente. Ein kontinuierliches Summen zieht sich durch die Ausstellung. Komponiert von Marlena Salonen und Linus Hillborg, ertönt es aus einer umfunktionierten Klimaanlage, wie sie weltweit häufig an den Fassaden von Gebäuden zu finden ist.
Wir danken Wai Yee Lam, Stanislas Colodiet und Hampus Larsson für ihre kontinuierliche Unterstützung, ihr Engagement und ihre Sorgfalt.
Künstlerische Beratung: Carl-Oskar Linné
Technische Leitung: Martin Christensen
Musik und Sounddesign: Linus Hillborg & Marlena Salonen
Technische Umsetzung der Klimaanlage: Björn Anéer
Technisches Team des Cirva: Alexandre Mouillet, Fernando Torre, Cyrille Rocherieux, David Veis, Thomas Paynel, Ninon Courtaud und Anne-Cécile Durand
Begleitend zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die hier kostenfrei heruntergeladen oder im Shop erworben werden kann.
Die Ausstellung wird von einem an die Künstlerin gerichteten Brief begleitet.
Unterstützung
Gefördert durch die Pentagram Stiftung und die Octone Foundation. Mit der Unterstützung von Konstnärsnämnden. Die Ausstellung zeigt Glasarbeiten, die im Rahmen des Forschungsaufenthalts von Lap-See Lam am Centre international de recherche sur le verre et les arts plastiques (Cirva) in Marseille produziert wurden. Cirva ist ein gemeinnütziger Verein, der seit seiner Gründung im Jahr 1983 vom Kulturministerium / DRAC PACA, der Stadt Marseille, dem Regionalrat Sud Paca und dem Departementsrat Bouches-du-Rhône unterstützt wird. Er basiert auf den Prinzipien der Zusammenarbeit und des Experimentierens und nimmt im Rahmen eines internationalen Residenzprogramms Künstler*innen und Designer*innen auf.




Künstler*innen
wurde 1990 in Stockholm, Schweden, geboren und lebt in Stockholm.