Yoshinori Niwa
4.12.2026 – 21.2.2027
Der japanische Künstler Yoshinori Niwa, der derzeit in Wien lebt, untersucht die Dynamik von Macht, Teilhabe und gesellschaftlichem Engagement in einer performativen Praxis, die die Grenzen zwischen Künstler, Publikum und Institution verschwimmen lässt. Seine Interventionen nehmen oft die Form sozial eingebetteter Aktionen an, die er in öffentlichen oder institutionellen Räumen inszeniert, um Verhaltensreglements und Herrschaftsverhältnisse aufzuzeigen und in Frage zu stellen.
Niwas Kunst bedient sich des Alltäglichen als Ort der politischen Untersuchung und des affektiven Austauschs. Seine Performances und Aktionen kritisieren nicht nur Machtstrukturen; sie setzen durch kollektives Engagement und die Aktivierung marginalisierter Stimmen Alternativen ins Werk. Niwas Arbeiten setzen Humor, Aushandlungsprozesse und Ausdauer ein, um die zugrundeliegenden Mechanismen aufzudecken, die über Sichtbarkeit, Zustimmungsfähigkeit und Bürger*innenbeteiligung entscheiden. Anstatt statische Objekte zu produzieren, legt seine Praxis den Schwerpunkt auf Beziehungen und Begegnungen sowie auf Momente der Störung, die das reibungslose Funktionieren von Kontrollsystemen herausfordern. Niwas Praxis eröffnet Räume, in denen Teilhabe zu einer Form des Widerstands wird und Sichtbarkeit als Risiko, aber auch als Möglichkeit neu gefasst wird.
wurde 1982 in Aichi Prefecture, Japan, geboren und lebt in Wien, Österreich.
