Iza Tarasewicz
4.12.2026 – 21.2.2027
Iza Tarasewicz ist eine Künstlerin aus Polen.
Sie macht große Installationen.
Installation bedeutet: ein Kunstwerk, das den ganzen Raum verändert.
Ihre Werke sind wie Module aufgebaut.
Module sind einzelne Teile, die man neu zusammensetzen kann.
Sie sind beweglich.
Sie lassen sich in jeder Ausstellung anders anordnen.
Tarasewicz nimmt Ideen aus der Natur, aus der Wissenschaft und aus Diagrammen.
Diagramm bedeutet: eine Zeichnung, die Informationen zeigt.
Sie bezieht sich auf alte Philosophie und moderne Wissenschaft.
Zum Beispiel auf Quantenphysik und Chaostheorie.
Quantenphysik ist eine Wissenschaft, die sehr kleine Teilchen erforscht.
Chaostheorie beschreibt Systeme, die unvorhersehbar sind.
In ihren Skulpturen verbindet sie viele Materialien.
Zum Beispiel rostigen Stahl oder Pilze.
So entstehen Systeme, in denen Lebendiges und Unlebendiges zusammenfließen.
Im Zentrum ihrer Kunst steht eine Idee:
Menschen sind untrennbar mit anderen Lebewesen verbunden.
Wir können uns nicht von unserer Umwelt trennen.
Sie fragt: Wie können wir Bindungen und Verwandtschaften aufbauen?
Verwandtschaft bedeutet: enge Verbindung zwischen Lebewesen.
Ihre Ausstellung in der Secession ist vielfältig.
Sie verbindet Science-Fiction mit Landwirtschaft.
Science-Fiction (Sci-Fi) sind Geschichten über Zukunft und Technik.
In der Landwirtschaft arbeiten Menschen auf Feldern und Höfen, um Essen zu bekommen.
Tarasewicz benutzt alte Maschinen, die heute nutzlos sind.
Diese Maschinen bilden in ihrer Kunst eigene Gemeinschaften.
So entstehen spielerische und humorvolle Modelle einer anderen Welt.
Ihre Kunst widerspricht einer Welt, die immer schneller wird und in der Krise steckt.
Tarasewicz zeigt Chaos nicht nur als Zerstörung.
Sie zeigt auch: Chaos kann produktiv sein.
Es kann neue Ideen öffnen und gemeinschaftliches Leben wiederbeleben.
wurde 1981 in Białystok, Polen, geboren und lebt in Kolonia Koplany, Polen.
