Bernhard Leitner
Bernhard Leitner arbeitet seit mehr als 50 Jahren mit Klang.
Er fragt:
Wie kann Klang einen Raum verändern?
Wie können Menschen Klang mit dem ganzen Körper erleben?
Bernhard Leitner hat Architektur studiert.
Seit 1969 entwickelt er Ideen für Kunst-werke aus Klang.
Für ihn ist Klang ein Material – so wie Holz oder Stein.
Die Aus-stellung
Die Aus-stellung heißt SOUNDSPACESCULPTURE.
Das ist Englisch und bedeutet: Klang-Raum-Skulptur.
Die Aus-stellung zeigt neue und ältere Arbeiten von Bernhard Leitner.
Bernhard Leitner gehört zu den wichtigsten Künstlern der Sound-Art.
Das ist Englisch und bedeutet: Klang-Kunst.
Seine Arbeiten haben viele andere Künstler*innen beeinflusst.
Wasser Würfel / Wand Wellen
Für die Secession hat Bernhard Leitner ein neues Kunst-werk geschaffen.
Es heißt Wasser Würfel / Wand Wellen.
Im Inneren eines großen Würfels hängen viele Laut-sprecher.
Aus den Laut-sprechern kommen Geräusche von Wasser.
Die Klänge bilden Linien, Wellen und Bewegungen.
So entsteht ein Raum aus Klang.
Ton-Liege
Bei der Ton-Liege können Besucher*innen auf einer Liege Platz nehmen.
Die Klänge bewegen sich von der Brust bis zu den Füßen.
Die Arbeit zeigt:
Wir hören nicht nur mit den Ohren.
Auch unser Körper nimmt Klang wahr.
Bernhard Leitner nennt das Körper-Hören.
Pulsierende Stille
Diese Arbeit besteht aus zwei großen Metall-platten.
Die Laut-sprecher senden sehr tiefe Töne aus.
Von außen ist das Werk nicht zu hören.
Steht man zwischen den Metall-platten kann man die Schwingungen im Körper spüren.
Klang-Strahl mit Reflektoren
Ein Klang-Strahl ist ein Ton.
Er wird in eine bestimmte Richtung geschickt.
Der Ton kommt aus einem Laut-sprecher.
Der Ton trifft auf eine Metall-platte.
Die Metall-platte lenkt den Ton in eine andere Richtung.
Das funktioniert ähnlich wie ein Spiegel:
Ein Spiegel lenkt Licht in eine andere Richtung.
Die Metall-platte lenkt hier den Ton in eine andere Richtung.
Deshalb scheint der Ton von einer Stelle zu kommen,
an der gar kein Laut-sprecher ist.
Auch im Raum mit dem Beethoven-fries gibt es eine Arbeit mit solchen Klang-Strahlen.
Klang als Erlebnis
Bernhard Leitner arbeitet mit vielen verschiedenen Klängen.
Dazu gehören Geräusche, Stimmen und Töne von Musik-instrumenten.
Ein Geräusch ist zum Beispiel ein Klopfen, Rauschen oder Knarren.
Eine Stimme entsteht, wenn ein Mensch spricht oder singt.
Ein Ton kann zum Beispiel entstehen, wenn jemand eine Taste auf einem Klavier drückt.
Seine Kunst soll nicht nur an-geschaut werden.
Sie soll mit dem ganzen Körper erlebt werden.
Die Arbeiten zeigen:
Klang verändert, wie wir in einem Raum sehen, hören und fühlen.
Und sie stellen eine Frage:
Wo endet unser Körper?
Und wo beginnt der Raum?
Dieser Text wurde geprüft von der Gruppe ExAkt, Lebenshilfe Wien.
Neben der Ausstellung
Es gibt auch ein Buch zur Ausstellung.
Man kann es hier herunterladen.
Man kann es hier kaufen.
Am 10. September 2026 haben sich Bernhard Leitner, Stefan Fricke und Jeanette Pacher unterhalten.
Am 19. November 2026, um 18 Uhr gibt es ein Gespräch mit Bernhard Leitner und Stefan Kraus, dem ehemaligen Direktor des Kolumba Museums in Köln.
Das Gespräch entsteht in Zusammen-arbeit mit Wien Modern.
Unterstützung
Wir danken der Haupt-Sponsorin der Aus-stellung.
Die Aus-stellung und das Buch wurden von Art Mentor Foundation Lucerne unterstützt.

Die Aus-stellung und das Buch wurden von Art Mentor Foundation Lucerne unterstützt.

Künstler*innen
wurde 1938 in Feldkirch, Österreich, geboren und wuchs in Innsbruck auf. Nach seinem Architekturstudium in Wien lebte er mehrere Jahre in Paris, New York und Berlin. Seit Mitte der 1980er-Jahre lebt er in Wien und Gaindorf, Österreich.