AUSSTELLUNGEN    2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005   2004   2003   2002   2001   2000   1999   1998   1997   1996   /// ARTIST INDEX 1996 – 2013




BODY DISPLAY

19. 2. – 18. 4. 2004

HENRIK OLESEN

19. 2. – 18. 4. 2004

ALOIS MOSBACHER

1. 5. – 20. 6. 2004

CAROLA DERTNIG

1. 5. – 20. 6. 2004

BERNHARD FRUEHWIRTH

1. 5. – 20. 6. 2004

BELGRADE ART INC.

1. 7. – 5. 9. 2004

CHARLINE VON HEYL

1. 7. – 5. 9. 2004

SILVIA KOLBOWSKI

17. 9. – 11. 11. 2004

REGINA MÖLLER

17. 9. – 14. 11. 2004

ALBERT OEHLEN

26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

JOSEPHINE PRYDE

26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

NICOLE WERMERS

26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

BETTINA HENKEL

Internetprojekt
Die 1897 gegründete Secession wird auch heute noch von einem allein aus Künstlerinnen und Künstlern bestehenden Vorstand geleitet; momentan gehören diesem Sabine Bitter, Manfred Erjautz, Matthias Herrmann, Michael Hofstätter, Hans Kupelwieser, Marko Lulic, Dorit Margreiter, Anna Meyer, Florian Pumhösl, Constanze Ruhm, Sofie Thorsen, Martin Walde, Hans Weigand und Heimo Zobernig an. Der Vorstand entscheidet demokratisch und unabhängig über das künstlerische Programm dieses ältesten ausdrücklich der internationalen zeitgenössischen Kunst gewidmeten Ausstellungshauses. Er fühlt sich in hohem Maß der Programmatik der Gründer, Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit, verpflichtet. Das außergewöhnliche Modell der Leitung steht für die Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen, die Bereitschaft zum Experiment und für das Bekenntnis zur Komplexität der zeitgenössischen Kunst. Das Jahresprogramm 2004 versucht über mediale, geografische und kontextuelle Beschränkungen hinweg einen weit gefassten, zugleich genauen Blick auf die aktuelle bildende Kunst in ihrer Wechselbeziehung zu Gesellschaft und Politik anzubieten. Insgesamt finden 2004 in den Räumlichkeiten der Secession (Hauptraum, Galerie, Grafisches Kabinett) zwölf Ausstellungen statt, die alle von einer Publikation (dt./engl.) begleitet werden.



BODY DISPLAY Performative Installation #4
19. 2. – 18. 4. 2004

Victor Alimpiev & Marian Zhunin, Ode, 2003
Victor Alimpiev & Marian Zhunin, Ode, 2003

Body Display ist eine Ausstellung, die den Körper als Projektionsfläche einer diskursiven Identitätspolitik begreift.
Aber ICH BIN DOCH KEIN FILM!*
Body Display fragt nach Zusammenhängen von Körper und Ökonomie.
Die besten Erlebnisse habe ich gekauft.*
Body Display setzt sich mit Verschränkungen von räumlichen/performativen und referenziellen/kommunikativen Vorgängen auseinander.
Dieser Kühlschrank hat ein Display, und du hast auch eins.*
Body Display stellt Aspekte des Körperlichen innerhalb eines permanenten Prozesses der Veränderung, in der stetigen Wechselwirkung von Information, Erfahrung und kultureller Codierung zur Diskussion.
Alle leben in Hütten aus Notebooks.*
Body Display begibt sich in einen Widerstreit zwischen Präsentation und Spektakel, zwischen Produktion und Konsum, zwischen KünstlerInnen und BetrachterInnen.
Hol dir deine SINNLICHKEIT AB, KAPITAL!*
Body Display interessiert sich für den Tauschwert von Körper und Projektion.
Dein Gesicht ist eine Geschäftsform, Baby.*

(* René Pollesch, www-slums, 2003)

Kuratiert von Eva Maria Stadler und Angelika Nollert (Siemens Art Program).
Eine Kooperation mit dem Siemens Arts Program


HENRIK OLESEN
19. 2. – 18. 4. 2004

Henrik Olesen, 1935 1922, 2003
Henrik Olesen, 1935 1922, 2003

Henrik Olesens Interesse gilt gesellschaftlichen Machtdispositiven, vor allem in Hinblick auf die Kriminalisierung homosexuellen Handelns. Besonderes Augenmerk legt er auf Arbeiten der Minimal Art und Konzeptkunst, wie von Sol LeWitt oder Kenneth Noland, und die ihnen zugeschriebenen Machoattitüden. Olesen bearbeitet sowohl ihre heute historisch wirkende Ästhetik als auch ihre spezifischen Vorstellungen von Raum und das Verhältnis von Kunst/Künstler zu Gesellschaft. So beschreibt er Fotos aus Vito Acconcis Arbeit Adaption Studies, die den Künstler bei einer Performance in seinem Studio zeigen, mit Statistiken und plakativen Fragen zu einer heterosexistischen Gesellschaft. Vor allem in seinen skulpturalen Arbeiten stellt Olesen Fragen nach dem Verhältnis von Natur zu Kultur zu Politik und umgekehrt und plädiert für eine direkte politische Einflussnahme und eine Kritik des Normalen.
Henrik Olesen lebt und arbeitet in Berlin.
Die Ausstellung wird unterstützt von: Kunststyrelsen, Center for Visual Art


ALOIS MOSBACHER
1. 5. – 20. 6. 2004

Alois Mosbacher, Akemi in Forest, 2003
Alois Mosbacher, Akemi in Forest, 2003

Alois Mosbachers Aufmerksamkeit gilt gleichberechtigt malerischen Fragestellungen wie den auf seinen Bildern verhandelten Figurationen. Die Arbeit verändert sich daher kontinuierlich, sowohl was den malerischen Gestus, die verwendete Bildsprache, als auch den Stoff angeht, der Oberfläche und Inhalt zusammenführt. In dem in der Secession erstmals gezeigten neuen Werkblock werden aus unterschiedlichen Quellen (z. B. Internet, Computerspiele, Nachrichten, Literatur) gespeiste Bildideen zu imaginären Waldstücken zusammengeführt, die sowohl eine romantisch-poetische als auch düster-gefährliche Idee von Wald vorstellen. Figurative, zeichnerische Akkuranz steht einer sich ins Abstrakte auflösenden, mitunter tropfenden, sowohl flächigen als auch Leerstellen aufweisenden Malerei gegenüber, die unterschiedliche Stilrichtungen der Kunstgeschichte zitiert.
Alois Mosbacher lebt und arbeitet in Wien.
Die Arbeiterkammer Wien ist Hauptsponsor der Ausstellung.
Die Ausstellung wird unterstützt von: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Kulturabteilung


CAROLA DERTNIG
1. 5. – 20. 6. 2004

Carola Dertnig, Strangers, 2003
Carola Dertnig, Strangers, 2003

Die Zeichnungen, Videoarbeiten und Installationen von Carola Dertnig beschäftigen sich mit dem performativen Gehalt von Text - von Sprache, Bildern, Gesten ... - und dokumentieren diesen als einen Prozess, innerhalb dessen Rollen entstehen und sich artikulieren. Feministisch geprägte Blickweisen sowie das explizite Interesse an einer Politisierung von Gender zählen zu den zentralen Aspekten ihrer künstlerischen Praxis. Die Erzählungen entspringen oftmals Alltagserfahrungen und verknüpfen diese auf poetisch-kritische Weise mit Fragen der Ökonomie und Repräsentation. Neben der Geschichte der Performancekunst ist das Genre des Slapsticks, die Integration von Humor und Ironie, ein wichtiger methodischer Referenzpunkt. Parallel zu ihren künstlerischen Tätigkeiten kuratierte Carola Dertnig zahlreiche Ausstellungen zu Performancekunst und initiierte das feministische Netzwerk a room of one's own.
Carola Dertnig lebt und arbeitet in Wien.


BERNHARD FRUEHWIRTH
1. 5. – 20. 6. 2004

Bernhard Fruehwirth, Two Tree, 2003
Bernhard Fruehwirth, Two Tree, 2003

Das vorherrschende Medium im Werk von Bernhard Fruehwirth ist die Zeichnung. Während sich die früheren Arbeiten vermehrt auf Innenräume und Wohnbereiche, insbesondere Jugendzimmer, konzentrieren, erweitert Bernhard Fruehwirth in der Folge das Zusammenspiel von realen und psychischen Innen- und Außenwelten sowohl thematisch als auch formal. Installationen, Objekte und Diaprojektionen werden zu gleichwertigen Elementen und parallelen Ausdrucksmitteln für die Konstruktion von Wirklichkeiten. Die facettenreichen Motive integrieren biografische Ereignisse und alltägliche Beobachtungen, wobei aber diese primären Bezüge durch Verfahren der Distanzierung - wie das Abzeichnen von Vorlagen -, perspektivische Verzerrungen oder materielle Transformationen - u. a. ein fingierter Atelierbrand in All Burn Down (2002) - fragmentiert und somit modellhaft werden.
Bernhard Fruehwirth lebt und arbeitet in Wien.
Die Ausstellung wird unterstützt von: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Kulturabteilung


BELGRADE ART INC.
1. 7. – 5. 9. 2004

Zenith, 1921/26
Zenith, 1921/26

Die Ausstellung stellt Positionen zeitgenössischer Kunst aus Belgrad vor und geht deren historischen Ursprüngen und Vorbildern nach. Der Kurator legt besonderes Augenmerk auf jene nichtlinearen Momente des Umbruchs, in denen die zeitgenössische Kunstproduktion in Belgrad in einem engen internationalen Austausch stand. Ausstellungen wie In Another Moment, die 1971 von Braco und Nena Dimitrijevi initiiert wurden und zu der u. a. Lawrence Wiener, Daniel Buren und Art & Language eingeladen waren, sind einerseits eine wichtige Referenz für die nachfolgenden Generationen und weisen anderseits das Klischee einer in sich abgeschlossenen Szene zurück. Die Ausstellung versucht einer eindimensionalen, vereinnahmenden Lesart eine komplexere, emanzipiertere entgegenzustellen.

Kuratiert von Stevan Vukovic in Zusammenarbeit mit Marko Lulic
KünstlerInnen / Projekte: Marina Abramovic, Mrdan Bajic, Braco Dimitrijevic, Mirjana Dordevic, Uros Duric / Elke Krystufek, Miodrag Krkobabic, Mihael Milunovic, Milorad Mladenovic, Mileta Prodanovic, Milica Ruzicic, Skart group, Milica Tomic, kuda.org, Zenith, Rasa Todosijevic
Ausstellungsarchitektur: Kühn Malvezzi
Die Ausstellung wird unterstützt von: KulturKontakt, Lang & Lang Werbeproduktion, Jat Airways, Mc Shark


CHARLINE VON HEYL
1. 7. – 5. 9. 2004

Charline von Heyl, Untitled, 2003, Courtesy: Collection Melva Bucksbaum and Raymond Learsy, New York
Charline von Heyl, Untitled, 2003, Courtesy: Collection Melva Bucksbaum and Raymond Learsy, New York

Charline von Heyls Bilder beziehen ihre Spannung aus dem Zusammenspiel von positivem und negativem Raum, der Auffächerung von Abstraktion und den unzähligen Schichten, aus denen kontrastierend Grund und Gegenstand aufgebaut sind. Der malerische Prozess wird nicht zugunsten eines definitiven Endprodukts verheimlicht, sondern ist in jedem Werk präsent und verweist auf die vielfältigen, oftmals widersprüchlichen Schritte zur Bildfindung und Bildwerdung. Von den Bildern geht ein Geheimnis aus, das nie ganz gelüftet werden kann, sie suggerieren die Möglichkeit der Entzifferung von Inhalt, der dann doch nicht linear entschlüsselt werden kann. Ornamentale Elemente stehen neben Flächen, die von abstrakten Strukturen unterlegt sind und überlagert werden. Diese verschiedenen Ebenen schaffen ein komplexes System von Querbezügen und assoziativen Verwandlungen.
Charline von Heyl lebt und arbeitet in New York.
Die Ausstellung wird unterstützt von: IFA. Institut für Auslandsbeziehungen e.V.


SILVIA KOLBOWSKI
17. 9. – 11. 11. 2004

Silvia Kolbowski, an inadequate history of conceptual art, 1998-1999
Silvia Kolbowski, an inadequate history of conceptual art, 1998-1999

Silvia Kolbowski zählt zu den zentralen VertreterInnen ortsbezogener Rauminstallationen, die von der Tradition der Konzeptkunst der 60er und 70er Jahre geprägt sind. Ihre Arbeiten basieren auf einer intensiven Auseinandersetzung mit Architektur, Feminismus und Institutionskritik und adressieren die Komplexität kultureller und sozialer Phänomene. In ihren jüngsten Arbeiten positioniert sich die Künstlerin als stille Gesprächspartnerin. Die (Video, Ton-, Foto-)Installationen integrieren Interviewsituationen, in denen Kolbowski visuell und formal mit Aussparungen arbeitet, sodass die BetrachterInnen die gesprochene Ich-Erzählung in Frage stellen. In an inadequate history of conceptual art (1998-1999) beispielsweise entwirft die Künstlerin Rollen für die InterviewpartnerInnen, gleichzeitig trennt sie Bild und Ton und verweist damit auf die spezifische Bedeutung von Gestik und Sprache in der Konzeptkunst.
Silvia Kolbowski lebt und arbeitet in New York.
Die Ausstellung wurde unterstützt von: Bang & Olufsen Flich (1010 Wien), Hanno Dicht- und Dämmsysteme


REGINA MÖLLER
17. 9. – 14. 11. 2004

Regina Möller, regina in Schweden, Nr. 5, 2000
Regina Möller, regina in Schweden, Nr. 5, 2000

Im Grenzbereich von Kunst und Alltag greifen die Arbeiten von Regina Möller verschiedene Formen gegenwärtiger kultureller Kommunikation auf und reflektieren ihre identitätsstiftenden, ökonomischen und funktionalen Konnotationen. So nutzt sie in ihrem Magazin regina - bislang wurden sechs Ausgaben produziert - die Sprache des Formats Frauenzeitschrift, aber hinterfragt, erweitert und unterläuft zugleich durch die Darstellung intellektueller Hintergründe die gewohnte geschlechtsspezifische Produktion von Identität, ihre Projektionsflächen und Symboliken. Charakteristisch für Möllers künstlerische Praxis ist dabei, dass sie sich projektorientiert in verschiedene Netzwerke einschreibt und neue Teams aktiviert, während ihr Handlungsraum die unterschiedlichsten Rollen und Tätigkeiten wie Art Direktorin, Designerin oder Autorin vereint.
Regina Möller lebt und arbeitet in Berlin.
Die Ausstellung wird unterstützt von: IFA. Institut für Auslandsbeziehungen e.V., plan 2. neubert & fuchs oeg


ALBERT OEHLEN
26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

Albert Oehlen
Albert Oehlen

Albert Oehlen zählt zu jenen Künstlerpersönlichkeiten, die seit den späten 70er Jahren die Malerei international neu definiert haben. Dabei stand nicht nur die Dekonstruktion des klassischen Bildbegriffs und des Genres Malerei im Vordergrund, vielmehr diente die Malerei der größeren Intention, bürgerliche Wertvorstellungen und Ideologien innerhalb des Kunstbetriebs zu kommentieren und zu unterlaufen. Figurative und malerische Elemente charakterisieren zu gleichen Teilen die aktuellen Arbeiten, in die vielfach Zitate aus eigenen früheren Bildmotiven sowie aus dem Kanon der Kunstgeschichte Eingang finden. Ein zentrales Element ist hierbei der Prozess der Schichtung, sei es innerhalb des Bildgeschehens oder aber bei der Entstehung der Oberflächen;, so werden z. B. am Computer entstandene Kompositionen aus Fotomaterialien malerisch bearbeitet.
Albert Oehlen lebt und arbeitet in Köln und La Palma.
Die Ausstellung wird unterstützt von: IFA. Institut für Auslandsbeziehungen e.V.


JOSEPHINE PRYDE
26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

Josephine Pryde , Secretion I of IX, 2003
Josephine Pryde , Secretion I of IX, 2003

Im Verlauf der letzten Jahre erlangte Josephine Pryde insbesondere mit ihren fotografischen Arbeiten große Aufmerksamkeit. Dabei setzt die Künstlerin Fotografie - wie in anderen Arbeiten Zeichnungen, Objekte, Elemente der Installationskunst oder gelegentlich Performance - als konzeptuelles Werkzeug ein, um die Zeitlichkeit von ästhetischen Lösungen und Prinzipien in Zusammenhang mit deren Transformation zu Waren und Mythen zu diskutieren. Der Einsatz von speziellen Tönungsverfahren, Strukturglasfiltern oder Langzeitbelichtungsreihen weckt Erinnerungen an überladene, historische Experimente und Tendenzen der Abstraktion. Auf der anderen Seite aber stehen die Fotografien wie auch die Installationen in einem engen Dialog mit der spezifischen Umgebung - z. B. den jeweiligen Ausstellungsräumen und deren Architekturen - oder verweisen auf eine ortsbezogene Kontextualisierung.
Josephine Pryde lebt und arbeitet in London.
Die Ausstellung wird unterstützt von: The British Council


NICOLE WERMERS
26. 11. 2004 – 30. 1. 2005

Nicole Wermers, French Junkies #2, 2002
Nicole Wermers, French Junkies #2, 2002

Die Collagen und Skulpturen von Nicole Wermers kombinieren unterschiedliche Materialien - wie Spiegelfolien, Ausschnitte aus Modemagazinen oder Holz- und Metallkonstruktionen - zu grafischen und architektonischen Formen. Dieses Wechselspiel visueller Attraktionen erzeugt eine Simultanität von Raum und Oberfläche, in der die Auflösung realer, räumlicher Referenzen ebenso präsent ist wie die Generierung von Räumlichkeit und Körperlichkeit durch abstrakte, dynamische Objektbeziehungen. "So entsteht der Effekt einer halluzinatorischen Gegenständlichkeit. Die Moderne fängt an zu flimmern" (Jan Verwoert). Die Arbeiten, die teilweise Erinnerungen an Verfahren des Modellbaus wecken, sind an der Schnittstelle von Architektur und Design angesiedelt.
Nicole Wermers lebt und arbeitet in Hamburg.
Die Ausstellung wird unterstützt von: IFA. Institut für Auslandsbeziehungen e.V.


BETTINA HENKEL
Internetprojekt, ab November 2004

Bettina Henkel, Spoon Dance In The Hippocampus, 2004
Bettina Henkel, Spoon Dance In The Hippocampus, 2004

Die Auseinandersetzung mit Sprache, mit Sprachabläufen und Spracherfahrungen zieht sich durch die Arbeiten von Bettina Henkel. Sprachliche Kodierungen seien es die Gebärdensprache oder etwa elektronische Netzwerke, kulturelle Zwischentöne, oder die Frage, wie sich Lernprozesse vollziehen, sind Ausgangspunkte für ihre kritischen Beobachtungen. So bat die Künstlerin in diversen, ausländischen Städten eine Reihe von Personen aus dem Dienstleistungssektor (SchaffnerInnen, KellnerInnen, RezeptionistInnen...), vor laufender Kamera Witze zu erzählen. Die Erzählungen wechseln zwischen der jeweiligen Muttersprache und dem Versuch einer Übersetzung in ein universales Repertoire wie Gestik oder die englische Sprache. Das Situationsbedingte und Spezifische, Charakteristika des Witzes, interagiert mit dem Wunsch, sich zu vermitteln. Getragen von Beobachtungen rund um den Wechsel von einer Face-to-Face Kommunikation hin zu einer Netzwerk basierten Erfahrungswelt entwickelt Bettina Henkel Szenarien, in denen Medien gemeinschaftliche Strukturen herstellen.

Für die Secession erarbeitet die Künstlerin erstmals ein Internetprojekt, das die Beziehungen zwischen Lernprozessen, Raum und Sprache weiter untersucht.
Das Projekt von Bettina Henkel findet im Rahmen des Monats der Fotografie statt.



STÄNDIGE PRÄSENTATION
Gustav Klimt: DER BEETHOVENFRIES
 
 
 
Die Ausstellungen werden produziert mit Unterstützung von:

Erste Bank - Partner der Secession
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Wien Kultur
Die Freunde der Secession



Für weitere Informationen, Presse- und Fotomaterial wenden Sie sich bitte an:
 
Karin Jaschke
Secession, Vereinigung Bildender KünstlerInnen Wiener Secession
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